Schloss Altranstädt
Deutschland
Schloss Altranstädt wurde 1620 auf den Grundmauern eines Zisterzienserklosters errichtet, das bereits im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. Das Kirchengebäude von 1745 und das Schloss teilen sich den Glockenturm durch einen direkten Anbau, der auch einen Zugang von einem Gebäude zum anderen ermöglicht. Das große Pfarrhaus wurde 1710 erbaut, wie aus einer lateinischen Inschrift über dem Eingang hervorgeht. Das Mausoleum aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, erbaut vom ehemaligen Besitzer des Schlosses, dem Grafen von Hohenthal, vervollständigt die harmonische Anordnung der Gebäude, die als ein Juwel in dieser dörflichen Umgebung bezeichnet werden kann und für jeden Besucher eine Überraschung darstellt.
Am 24. September 1706 wurde hier der „Frieden von Altranstädt“ zwischen König Karl XII. und August dem Starken, König von Sachsen und Polen, unterzeichnet. Dieser Friedensvertrag bedeutete eine vorübergehende Atempause im „Großen Nordischen Krieg“ von 1700 bis 1721.
Von großer Bedeutung war auch die Unterzeichnung der „Altranstädter Konvention“ im Schloss Altranstädt. Nach Verhandlungen mit dem habsburgischen Kaiser Joseph I. im Jahr 1707 erreichte der schwedische König Karl XII. die Glaubensfreiheit für die schlesischen Protestanten, die Joseph I. zuvor verweigert hatte.




