Schloss Hubertusburg
Deutschland
Schloss Hubertusburg, das barocke Jagdschloss der polnischen Könige und sächsischen Kurfürsten in Sachsen, wurde Schauplatz eines historischen Ereignisses: Am 15. Februar 1763 endete hier der Siebenjährige Krieg (den Historiker heute auch als den faktisch Ersten Weltkrieg bezeichnen) zwischen Österreich, Preußen und Sachsen mit dem „Frieden von Hubertusburg“.
Diese ehemalige Jagdresidenz der sächsischen Kurfürsten ist eines der größten Jagdschlösser Europas und gilt als Meisterwerk des Dresdner Barock. Das Schloss wurde zwischen 1721 und 1724 für den Sohn Augusts des Starken erbaut. Ab 1736 wandelte Johann Christoph Knöffel das Schloss in eine königliche Jagdresidenz für den sächsischen Kurfürsten und polnischen König August III. um. Seitdem ist die Hubertusburg ein beeindruckendes Zeugnis des sächsischen Barock und eines der bedeutendsten Jagdschlösser der europäischen Barockkultur. Die Hubertusburg wurde im Siebenjährigen Krieg geplündert und diente lange Zeit ausschließlich pragmatischen Zwecken. Der Freistaat Sachsen hat seit 1991 über 100 Millionen Euro in die Schlossanlage investiert.
Nach dieser umfassenden Sanierung erstrahlt sie nun wieder in vollem Glanz. Besonders beeindruckend ist die katholische Kapelle, die als Schatzkammer des Schlosses gilt. Sie wurde mit ihren originalen Gemälden und Skulpturen erhalten und präsentiert sich nach der aufwendigen Restaurierung in ihrer historischen Schönheit. Ein 400 m² großes Deckengemälde von Johann Baptist Grone mit der Hubertuslegende ist das größte seiner Art in Sachsen aus dieser Zeit.
Ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Konzerten, Veranstaltungen, Lesungen und Vorträgen sowie jährlich wechselnde Ausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden belebt das Schloss und lockt Tausende von Besuchern an.




