Der Grund dafür

Warum ist Altranstädt ein Ort des Friedens?

Der Frieden von Altranstädt war eine wichtige Zwischenetappe im Großen Nordischen Krieg (1700-1721), der sich mit der kaiserlichen Herrschaft über den Ostseeraum zwischen dem russischen Zarenreich und dem Königreich Schweden beschäftigte.

1697 wurde der sächsische Kurfürst August II. (der Starke) zum polnisch-litauischen König gekrönt. Er wurde nicht nur zu einem der reichsten und mächtigsten europäischen Herrscher, sondern aufgrund der geografischen Lage seines Reiches auch zu einem Faktor in jeder europäischen Konfliktkonstellation.

Der schwedische König Karl XII. besetzte Polen und zwang August 1704, die polnische Krone abzutreten. 1706 besetzte er auch Sachsen und richtete sein Quartier in Altranstädt ein.

Am 24. September 1706 schloss August einen separaten Frieden in den Altranstädt Verhandlungen.

Darin verzichtete er auf die polnische Krone und das Bündnis mit Russland und schwur „ewige Freundschaft“ mit Schweden. Er war damit unzufrieden und hoffte auf die Unterstützung der europäischen Mächte, aber im November musste er die ursprüngliche Fassung unterzeichnen und ratifizieren. Bürgende Mächte waren Brandenburg-Preußen, Großbritannien und die Niederlande. Eng mit dem Frieden verbunden ist die Altranstädter Konvention von 1707, der katholische Kaiser, der sich damals im Krieg mit Frankreich und Ungarn befand, wollte keinen dauerhaften Konflikt mit Schweden. So wurden in Schlesien den Protestanten sechs Kirchen gewährt, um Interventionsvorwände der protestantischen Kräfte abzuwehren.

Lesen Sie mehr und Literaturhinweise: Der Frieden von Altranstädt (pdf, 282kb)

Besuchen Sie das Historische Ensemble: Schloss, Kirche, Kapelle, Krypta und Pfarrhaus.

Das Schloss wurde 1620 auf den Grundmauern eines Zisterzienserklosters errichtet, das im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. Das Kirchengebäude von 1745 und das Schloss teilen sich den Glockenturm durch Direktanbau, der auch einen Zugang von einem Gebäude zum anderen ermöglicht. Das große Pfarrhaus wurde 1710 erbaut, wie aus einer Inschrift über dem Eingang in lateinischer Sprache ersichtlich ist. Das Mausoleum aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, erbaut vom ehemaligen Schlossherrn Graf von Hohenthal, vervollständigt die harmonische Anordnung der Gebäude, die als Juwel in dieser dörflichen Umgebung bezeichnet werden kann und für jeden Besucher eine Überraschung darstellt.

Besuchen Sie den Raum, in dem der Friedensvertrag unterzeichnet wurde.

Der Raum wurde 1780 vom ehemaligen Schlossherrn, Graf von Hohenthal, zum Gedenken an den hier ausgehandelten und unterzeichneten Friedensvertrag eingerichtet. Es ist das eigentliche historische Zentrum des Schlosses. Der 300 Jahre alte Tisch, ein ebenso alter Stuhl, Waffen und alte Gemälde sind hier zu bewundern, Schreibtafeln informieren über die historischen Zusammenhänge. Die restaurierte Wandmalerei vermittelt einen Eindruck von der besonderen Atmosphäre in diesem schönen Raum. Im Zuge der Renovierung der Schlossanlage im Jahr 2002 wurde das „Friedenszimmer“ um ein Museum zur Geschichte der nordischen Kriege erweitert. Durch eine verdeckte Tür erreichen Sie „Karls Schlafzimmer“. Hier muss der junge schwedische König, ohne die Schuhe ausgezogen zu haben, zur Ruhe gekommen sein.

Nehmen Sie am traditionellen Burgfest teil.

Jedes Jahr im September findet das traditionelle Schlossfest in Erinnerung an den Friedensvertrag und die Konvention statt. Es ist der Höhepunkt zahlreicher historischer und kultureller Veranstaltungen im Laufe des Jahres. Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung kommen, um in jede Ecke des Schlosses zu schauen, um in die Kunstgalerie, in die Bibliothek, in den Hörsaal mit seiner Sonderausstellung über die Beziehung zu Polen durch die historischen Ereignisse vor 300 Jahren geführt zu werden. Außerdem haben sie die Möglichkeit, das „Friedenszimmer“ zu betreten und durch den Turm in die Kirche zu gehen. Die Dorfbewohner musizieren in historischer Kleidung, liefern Kaffee und Kuchen und bieten im Garten, in dem sich die Kapelle befindet, regionale Produkte zum Verkauf an.

Wie man ankommt

Ort

Altranstädt ist ein kleines Dorf mit 800 Einwohnern und gehört zur Stadt Markranstädt (17.000 Einwohner). Wenn Sie die Deutschlandkarte nehmen, finden Sie das Bundesland Sachsen mit der Metropole Leipzig. Altranstädt liegt im Westen ca. 15 km von Leipzig entfernt.

Wenn Sie mit dem Flugzeug nach Altranstädt kommen, erreichen Sie den Flughafen „Leipzig-Halle“, von dort aus sind es nur wenige Minuten mit dem Zug zum Leipziger Hauptbahnhof, umsteigen und mit dem Regionalzug von Leipzig in Richtung Weißenfels fahren und am Bahnhof Großlehna aussteigen. Jetzt sind es nur noch 15 Minuten zu Fuß zum Schloss oder Sie rufen an und werden abgeholt. Die Zugverbindungen nach Leipzig sind stündlich aus allen großen Städten Deutschlands verfügbar.

Mit dem Auto erreichen Sie Altranstädt über die A9, Kreuz Leipzig West, weiter in Richtung Leipzig bis zur Ampelkreuzung der B 181 und B186. Folgen Sie der Beschilderung nach Markranstädt bis zur nächsten Ampelkreuzung und biegen Sie in Richtung Altranstädt ab. Es ist gut ausgeschildert.

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Castelo de Altranstädt: 51.315866, 12.174732

Was man essen sollte

Entdecken Sie die Köstlichkeiten Sachsens

Das ehemalige Königreich Sachsen gilt als das vielseitigste deutsche Kuchenland. Der berühmte „Christstollen“ wird in der Weihnachtszeit in die ganze Welt verschickt. Zu jeder Jahreszeit können sich die Besucher auf Kartoffelknödel und Gänsebraten oder eine thüringische Bratwurst mit Rotkohl freuen. Die sächsische Küche ist traditionsbewusst und die Traditionen schmecken köstlich.

Quarkkeulchen ist ein sächsisches Gericht aus Teig, der zu etwa zwei Dritteln aus Kartoffelpüree, einem Drittel aus Quarkkäse, Eiern und Mehl besteht und vielleicht mit Zimt gewürzt oder mit Rosinen übersät ist. Der Teig wird traditionell in Leinöl zu kleinen Pfannkuchen gebacken. Diese werden heiß serviert, meist mit Zucker, Obst oder anderen süßen Beilagen.

Leipziger Allerlei ist das Originalrezept für Leipzigs berühmten Gemüse-Hütte. Da dieses Rezept eine aufwendige Zubereitung erfordert, gibt es nur noch eine Handvoll der Leipziger Traditionsgaststätten, die die traditionelle Variante anbieten. Moderne Rezepte bieten oft eine leichtere Version, die den Krebs weglässt und die Butter reduziert.

ZUTATEN: Karotten, Kohlrabi, Spargel, Blumenkohl, Morcheln, frische Erbsen in Schoten, Gemüsebrühe, Krebs oder 8 große Garnelen, Butter, Eier, Muskatnuss oder Muskatblüte, getrocknete Brotkrumen, Mehl, Milch, Salz und Pfeffer.

Die Leipziger Lerche ist ein Leipziger Gebäck. Der Name leitet sich von der begehrten Delikatesse ab, die bis in die 1870er Jahre im Raum Leipzig beliebt war. Das Gericht benutzte die eigentliche Lerche, die mit Kräutern und Eiern gebraten wurde und als Füllung in einer Teigkruste diente. Allein im Jahr 1720 wurden in Leipzig 400.000 Lerchen zum Verzehr verkauft.

Die Jagd auf die Singvögel wurde 1876 vom sächsischen König Albert I. nach Anerkennung ihrer landwirtschaftlichen Bedeutung offiziell verboten. Nach Angaben des Wiener Appetit-Lexikons wurden Lerchen noch bis Ende des 19. Jahrhunderts aus Leipzig exportiert. Das heutige Gebäck ersetzte nach dem Verbot das traditionelle mit Fleisch gefüllte Gebäck. Den lokalen Konditoren wird zugeschrieben, dass sie zur Erhaltung der Lerchen beigetragen haben, indem sie kurz nach der Verhängung des Jagdverbots die neue, süße Version der Leipziger Lerche kreierten.

Die heutige Version besteht aus einem Mürbeteig, der mit einer Mischung aus gemahlenen Mandeln, Nüssen und einer Kirsche gefüllt ist. Die Kirsche symbolisiert das Herz des Vogels. Er ist mit einem Gitter aus zwei gekreuzten Teigstreifen versehen. Der Begriff Leipziger Lerche wird seit 1998 von der Sächsischen Bäckerzunft geschützt.

Was zu tun ist

Seien Sie aktiv rund um Altranstädt

  • Entdecken Sie die Nebra Himmelsscheibe

  • Entdecken Sie die Nebra Himmelsscheibe

  • Besuch der ältesten und größten Kirche Leipzigs

  • Machen Sie eine Radtour zum Gustav-Adolf-Denkmal bei Lützen

  • Besuch des Nietzsche Geburtshauses in Röcken

  • Entdecken Sie die Bischofsstadt Merseburg

  • Besuchen Sie eines der größten Denkmäler Europas

  • Die Himmelsscheibe von Nebra zeigt die älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit (assoziativ datiert auf ca. 1600 v. Chr.). Es wurde mit der bronzezeitlichen Unetice-Kultur in Verbindung gebracht.

  • Die Nikolaikirche ist die älteste und größte Kirche Leipzigs. Die Rekonstruktion und Ausstattung des Innenraums der Nikolaikirche ist eine bedeutende Schöpfung des Klassizismus.

  • Empfehlenswert ist eine Radtour zum Gustav-Adolf-Denkmal bei Lützen und zum Nietzsche Denkmal bei Röcken, seiner Geburtsstadt.

  • Der Merseburger Dom St. Johann und St. Laurentius ist eines der herausragendsten Baudenkmäler der ehemaligen Pfalz- und Bistumstadt Merseburg an der romanischen Straße. Mit dem Auto sind es nur 25 Minuten (19 km) bis zum Schloss Altranstädt. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Das Völkerschlachtdenkmal im Südosten von Leipzig wurde zum Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig (1813) nach Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Schmitz errichtet. Mit einer Höhe von 91 Metern ist es eines der größten Denkmäler Europas und eines der berühmtesten Wahrzeichen Leipzigs.

Übernachtungsmöglichkeiten

Entspannen Sie sich nach dem Besuch

Pension Altranstädt

Ort

Direkt neben dem Schloss von Altranstädt
Lindenstr.5
04420 Markranstädt (Altranstädt) Sachsen
Deutschland

Kontaktdaten
Telefon:  049 – (0)34205-416955
Fax: 049 – (0)34205-416954
Mobil: 0177-2743315
Internet: pension-altranstädt.de

Hotel & Restaurant Rosenkranz

Prt
Markt 4
04420 Markranstädt
Deutschland

Kontaktdaten
Telefon: 049 – (0) 3 42 05 / 8 74 95
Fax: 049 – (0) 3 42 05 / 8 74 97
E-Mail: info@hotel-rosenkranz.de

Campingplatz am Kulkwitzer See

Ort

Zehn Minuten vom Schloss Altranstädt entfernt befindet sich ein sehr schöner Campingplatz an einem großen See (Kulkwitzer See). Neben der Möglichkeit, in einem eigenen Zelt zu campen, bieten sie auch Gästehäuser und Wohnwagen an.
Seestraße 1
04207 Leipzig
Deutschland

Kontaktdaten
Telefon: 049 – (0) 3 41 710770
Website: campingplatz kulkwitzer see

Nützliche Informationen

Notieren Sie sich diese wichtigen Daten

  • Adresse

    Am Schloss 2, 04420 Markranstädt, Deutschland

  • Telefon

    +49 (0)34205/417799