Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses der Friedensroute als Kulturroute des Europarates besuchte die vom Europäischen Institut für Kulturrouten ernannte Gutachterin Madame Maria Gravari-Barbas am 8. Februar den Ort Wermsdorf (Sachsen, Deutschland), wo sich das Schloss Hubertusburg befindet, um mit den in diesem Teil der Route tätigen Mitgliedern sowie der dort entwickelten Arbeit in Kontakt zu treten.

Frau Gravari-Barbas wurde vom Bürgermeister von Wermsdorf, Herrn Matthias Müller, dem Präsidenten der ENPP, Herrn Eduardo Basso und Herrn Ulf Müller, Mitglied im Freundeskreis Schloss Hubertusburg e.V. und Vizepräsident der ENPP, empfangen.

Bei der Begrüßungssitzung in der Gemeindeverwaltung Wermsdorf ging es auch darum, präsent zu sein und das Engagement und die Unterstützung für die Route durch zahlreiche lokale, regionale und staatliche öffentliche und private Einrichtungen auszudrücken nämlich durch  – den Finanzminister des Freistaates Sachsen, Herrn Matthias Haß, – die Mitglieder des Sächsischen Landtages, Herrn Frank Kupfer und Frau Bärbel Schumann, – den Bürgermeister von Markranstädt, Herrn Jens Spiske, – die Gemeinderäte von Wermsdorf, Frau Ursula Fritzsche und Herr Dr. Ulrich Hofmann,      – den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Herrn Kristian Kirpal,- die Vorstandsmitglieder des Freundeskreises Schloss Hubertusburg e.V., Herrn Wolfgang Köhler, Frau Dr. Sybille Hofmann und Frau Martina-Elvira Lotzmann,- die Projektleiterin der Leipzig Tourismus & Marketing GmbH, Kathleen Schramm,- die Mitglieder des Freundeskreises Schloss Hubertusburg für lokale Arbeit der Route, Herr Wolfgang Trommer, Herr Prof. Klaus Wendler, Herr Dr. Georg Müller, Herr Hans Weinfurtner und Frau Monika Buchwalder,– Herrn Paul Fischer vom jüngsten Mitglied der Route, dem Steinhaus e.V. (Bautzen, Sachsen),- den Vorsitzenden Herrn Hellmuth Matthes vom weiteren sächsischen Mitglied der Route , dem Förderverein Schloss Altranstädt sowie Frau Friedericke Maasch (Markranstädt, Sachsen),- Frau Daniela Hollburg und Frau Petra Förster vom Sächsischen Staatsbetrieb für Immobilien und Baumanagement und  Herrn Gundolf Schmidt, der den Heimatverein Wermsdorf e.V. vertritt.

Nach dieser Sitzung stellten Ulf Müller, Hellmuth Matthes und Paul Fischer ebenso wie der Bürgermeister von Markranstädt die 3 Orte der Route in Sachsen vor (Hubertusburg, Altranstädt und Bautzen). Dem folgten Fragen und Antworten der Gutachterin, Madame Maria Gravari-Barbas.

Die Gutachterin hatte dann Gelegenheit, den Sitz des Vereins Freundeskreis Schloss Hubertusburg e.V. die Ausstellung über den Vertrag von Hubertusburg sowie das „Fenster des Friedens“ zu besuchen. Es handelt sich um ein Denkmal für die Hubertusburger Friedensverträge von 1763, mit denen der Siebenjährige Krieg endete. Im Schloss Hubertusburg hatte sie Kontakt zu den Ergebnissen zweier wichtiger Veranstaltungen des Vereins – die Hubertusburger Friedensgespräche und den Wettbewerb zum Hubertusburger Jugend-Friedenspreis.

Der Besuch endete mit einem Treffen zwischen der Gutachterin und den Mitgliedern des ENPP-Vorstands, um die Dokumentation zu klären, die das Bewerbungsdossier der „Places of Peace.-.Route“ als Kultur.-.Route des Europarats enthält.

Der 2. Internationale Kongress über Weltzivilisationen und historische Wege, der am 16. und 17. September in der Stadt Sofia stattfand, untersuchte, wie der Tourismus entlang historischer Wege zum Schutz und zur Förderung des materiellen und immateriellen kulturellen Erbes beitragen kann, und kam zu dem Schluss, dass historische Wege eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung der einzigartigen Geschichte, Kultur und des natürlichen Reichtums der Gebiete entlang dieser Gebiete spielen können, indem sie zu einem starken Förderinstrument und einem einzigartigen Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus für viele Reiseziele werden.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Ermittlung bewährter Praktiken in den Bereichen Tourismusentwicklung, -management und -förderung, die dazu beitragen können, das touristische Potenzial historischer Routen zu nutzen, den Wert ihres kulturellen Erbes zu steigern und ihre Authentizität zu bewahren, und erfolgreiche Beispiele für gut entwickelte und verwaltete historische Routen wurden ausgetauscht, wobei der Schwerpunkt auf Möglichkeiten zur Maximierung der sozioökonomischen Auswirkungen des Tourismus auf die lokalen Gemeinschaften und auf den Beitrag zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung lag.

Der Kongress kommt auch zu dem Schluss, dass sich der Kulturtourismus in den letzten Jahren zu einem wichtigen Treiber der Nachfrage entwickelt hat, im Einklang mit dem wachsenden Interesse der Reisenden, in touristische „Erfahrungen“ wie lokale Rituale und Traditionen einzutauchen.

Der 2. Internationale Kongress über Weltzivilisationen und historische Routen wurde von der Welttourismusorganisation (UNWTO) und dem bulgarischen Tourismusministerium organisiert. Die ENPP war im Kongress durch Frau Mariana Assenova, ehemalige Tourismusministerin Bulgariens und Mitglied des Wissenschaftlichen Rates der Orte des Friedens und durch Frau Bonka Yordanova, Projektexpertin für die Gemeinde Kaynardzha, bulgarisches Mitglied der ENPP, vertreten.